Stimmt es eigentlich dass...?

Trockene Haut: Neun Beauty-Mythen auf dem Prüfstand


Fragt uns jemand nach unserem Hauttyp, drucksen wir fast so herum, wie beim wenig gesellschaftsfähigen Thema Gewicht. Mein Teint, ölig? Klingt irgendwie unrein. Sensibel? Ich doch nicht! Und trocken? Ist höchstens mein Humor. Perfekte Haut ist so etwas wie der genetische Jackpot. Und den treffen eben nur wenige. Allein 14 Prozent aller Frauen leiden an trockener Haut, mit zunehmendem Alter werden es sogar mehr. Kein Wunder, dass so viele gut gemeinte Ratschläge der besten Freundin kursieren und allerlei Hausmittelchen angepriesen werden. Was aber steckt wirklich hinter den Beauty-Mythen? Hier die wichtigsten Fakten und häufigsten Irrtümer, wenn es um trockene Haut geht:

Mythos 1: Viel trinken hilft!
Stimmt nicht ganz.
Auch wenn man das immer wieder hört, so einfach ist es leider nicht. Viel zu trinken ist zwar wichtig, weil die Haut so von innen heraus versorgt wird. Aber meistens ist ja nicht ein zu niedriger Feuchtigkeitsgehalt im Gewebe schuld an trockenem Teint, sondern eine defekte Schutzbarriere der Haut. Deswegen kommt es vor allem darauf an, Lipide und Feuchthaltefaktoren von außen zuzuführen und die Regenerationsfähigkeit der Haut in den tieferen Schichten gesund zu erhalten.

Mythos 2: Kaffee trocknet die Haut aus
Stimmt nicht.
Kaffee ist keineswegs der Flüssigkeitsräuber, für den er immer gehalten wird. Dass er dem Körper aktiv Wasser entzieht, ist mittlerweile widerlegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) berichtet, dass dieser Effekt nur auftritt, wenn man an Koffein nicht gewöhnt ist.

Mythos 3: Vitamin E sollte in einer Creme hoch konzentriert sein, um seine Wirkung zu entfalten
Das ist wahr.
Damit eine Creme die angegriffene Schutzbarriere der Haut wieder kitten kann, und zukünftiger Feuchtigkeitsverlust vermieden wird, sollte das enthaltene Vitamin E mindestens bei 3 bis 10 Gramm pro 100 Gramm Creme liegen. Niedriger dosiert kann Vitamin E seine Zellschutzwirkung kaum entfalten, weil es nicht in die tieferen Hautschichten vordringt. Optolind Lipid-Effect-Creme enthält 15 Prozent des Power-Vitamins.

Mythos 4: Outdoor-Sport belastet trockenen Teint zusätzlich
Stimmt nicht.
Oder besser: Stimmt nur, wenn man sich falsch verhält. Denn wer sich beim Sport im Freien vor der schädlichen UV-Strahlung schützt, beim Wintersport außerdem das Verdunsten der Feuchtigkeit (durch trockene Luft) ausbremst und möglichst ungeschminkt Sport treibt, schadet einem trockenem Teint nicht. Im Gegenteil! So fördert die regelmäßige Bewegung, zum Beispiel beim Joggen und Radfahren, die Durchblutung und das kommt wiederum der Regeneration der Haut zugute. Einzige Ausnahme: Schwimmen in Pools. Denn meist enthält Poolwasser Chlor-Derivate zur Desinfizierung, und diese führen zu einem starken Rückgang des Feuchtigkeitsgehaltes der Haut. Deswegen sollte man nach dem Schwimmen das Gesicht und den Körper gründlich reinigen und eincremen.

Mythos 5: Rauchen trocknet die Haut aus
Stimmt absolut.
Nikotin nimmt den roten Blutkörperchen die Fähigkeit, Sauerstoff zu transportieren, verengt die Blutgefäße und behindert die Versorgung der Haut mit Nährstoffen. Die Oberhaut kann weniger Feuchtigkeit binden und der Teint neigt vermehrt zu Fältchen. Außerdem schädigt jede Zigarette die Kollagenmatrix der tiefer liegenden Lederhaut – so lassen Elastizität und Spannkraft nach. Viele Dermatologen sagen, sie würden Raucher auf der Straße am Teint erkennen.

Mythos 6: Ein Seidenkissen schützt trockene Haut im Schlaf
Aber ja!
Die Nachtstunden sind ein wichtiger Zeitpunkt für schöne Haut – denn jetzt laufen alle Regenerations- und Reparations-Vorgänge auf Hochtouren. Wer auf dem Bauch schläft, oder anders gesagt auf dem Gesicht, nimmt der Haut aber unter Umständen die Möglichkeit zu atmen und lässt Feuchtigkeit ins Kissen abwandern. Ein reiner Naturseide-Bezug verhindert, dass der Teint bei der Berührung mit dem Kissen austrocknet – der sichtbare Beweis sind weniger Knautschfalten am nächsten Morgen. Echte Seide enthält außerdem hautidentische Proteine und hat denselben pH-Wert wie die Haut. Dadurch wird das Feuchtigkeitsniveau der Haut im Schlaf aufrecht erhalten.

Mythos 7: Gurkenscheiben helfen gegen trockenen Teint
Stimmt.
Nicht jedes Hausmittelchen ist Humbug. Die normale Gurke (Cucumis sativus) spendet der Haut Feuchtigkeit, da sie Schwefelverbindungen, Vitamine und „Schleimstoffe“ enthält. Frisch gepresster Gurkensaft eignet sich übrigens super als Gesichtswasser. Oder man legt einfach die kühlenden Scheiben direkt auf die Haut und lässt sie dort eine viertel Stunde wirken. Aber auch wer die Gurke lieber isst, tut seinem Teint damit etwas Gutes: Sie ist nämlich reich am Beauty-Powerstoff Silizium (Kieselsäure) und stärkt somit Haut, Haare und Fingernägel. Vorsicht dagegen bei Honig. Er soll als Maske aufgetragen vor allem trockene, spröde Lippen kussweich machen. Falsch! Der im Honig enthaltene Zucker lässt die Lippen sogar noch weiter einreißen...

Mythos 8: Trockenen Teint kann man durch seine Nahrung beeinflussen
Stimmt!
Denn eine Ursache für trockene Haut kann ein Mangel an Hautlipiden sein, deren Vorstufen man über die Nahrung zu sich nimmt. „Einfach“ und „mehrfach“ ungesättigte Fettsäuren kann der Organismus leicht in Hautfette umwandeln. Diese verbessern die wichtige Schutz- und Barriere-Funktionen der Haut, helfen, Feuchtigkeit zu speichern und beugen rauen Stellen vor. Besonders reich an solchen Fettsäuren sind beispielsweise Leinöl, Walnussöl, Lachs, Makrele und Hering. Aber wer mag schon jeden Tag viel Makrele und Hering essen?

Mythos 9: Trockener Teint verträgt kein Make-up
Stimmt nicht.
Mittlerweile gibt es für jeden Hauttyp und jedes Bedürfnis das passende Make-up. Geeignet für trockene Haut sind feuchtigkeitsspendende, getönte Tagescremes oder – die deckendere Alternative – Foundations mit Pflegewirkstoffen, allerdings sollte man anschließend auf Puder verzichten. Ideal sind auch die neuartigen Mineral-Foundations, die keine Feuchtigkeit aufsaugen und daher auch für sehr sensiblen, trockenen Teint prima geeignet sind. Wer trotzdem das Gefühl hat, seine Haut würde austrocknen, greift zu einem simplen Trick: Die Mineralfoundation nicht alleine auftragen, sondern mit etwas Tagespflege mischen, fertig. Übrigens: Optolind Lipid-Effect-Creme ist eine ausgezeichnete Make-up-Grundlage, weil sie den Teint mit allen wichtigen Lipiden, Mineralstoffen und Vitaminen versorgt und gut einzieht.